Deisenhofer will Landrat werden

  

 

Maximilian Deisenhofer will Landrat werden. Dies gab der grüne Landtagsabgeordnete im Rahmen einer Pressekonferenz in Günzburg bekannt. Im Beisein seiner Kreisvorstands-Kollegen Harald Lenz und Kurt Schweizer erklärte der 32-Jährige, dass er seine offizielle Bewerbung bei der Partei einreichen werde. „Mir liegt die Region sehr am Herzen, ich bin hier aufgewachsen und lebe gerne hier. Die vergangenen sechs Jahre im Kreistag haben Lust gemacht auf mehr Politik auf Kreisebene“, erklärte Deisenhofer.

 

Nach 24 Jahren Amtszeit scheidet der bisherige Landrat Hubert Hafner im kommenden Frühjahr aus dem Amt aus. „Die bevorstehende Kommunalwahl ist eine besondere. Wir wollen den Bürgerinnen und Bürgern ein Angebot für einen Politikwechsel machen“, sagte Deisenhofer. Kreissprecher Schweizer betonte, dass für die Partei nicht nur aufgrund der jüngsten Wahlergebnisse klar war, dass man einen Landratskandidaten aufbieten werde: „Wir Grüne sind Oppositionsführer in Bayern und nach der Europawahl auch im Kreis Günzburg zweitstärkste Kraft. Wir haben gesucht und viele Gespräche geführt. Ich freue mich, dass wir mit Max nun einen auch in der Landespolitik anerkannten Kandidaten aufbieten können.“

 

Harald Lenz verspricht sich mit Deisenhofer an der Spitze ein erfolgreiches Wahlergebnis, das auch der Kreistagsfraktion zu einem guten Abschneiden verhilft. „Wir haben in der aktuellen Periode mit sechs grünen Kreisräten einiges bewegt. Ich denke da zum Beispiel an die Veröffentlichung der Sitzungsprotokolle, den Erhalt des Leipheimer Gartenhallenbads oder an die dringend nötige Steigerung der Anzahl der Pflegekräfte an der Kreisklinik. Die persönliche Zusammenarbeit mit Max war immer konstruktiv und unkompliziert. Dadurch hat er sich auch parteiübergreifend großen Respekt im Kreistag erarbeitet“, sagte der Vorsitzende der grünen Kreistagsfraktion.

 

Im bevorstehenden Kommunalwahlkampf will sich Deisenhofer vor allem auf drei große Themen konzentrieren: Mobilität, Klimaschutz und mehr kreative Gestaltungsmöglichkeiten für die Bürgerinnen und Bürger. „Wir müssen es schaffen, dass man im Landkreis Günzburg auch ohne Auto verlässlich von A nach B kommt. In Sachen Klimaschutz sind uns viele Nachbarlandkreise voraus. Wir im Landkreis halten uns nicht mal an das Klimaschutzabkommen, das wir selbst beschlossen haben. Und ich glaube, dass noch ganz viel Potenzial und Kreativität in der Bevölkerung schlummert. Ich will den Landkreis zu einem echten Mitmach-Landkreis machen, in dem sich Menschen an politischen Prozessen beteiligen können und in dem sich Behördengänge eines Tages auch digital per App erledigen lassen“, so Deisenhofer.

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