Ekin in Günzburg

 

Das Foto zeigt: MdB Ekin Deligöz, Cornelia Fritze vom Fair Handelshaus Bayern und Thomas Wolf vom Organisationsteam des Weltladens. Foto: Harald Lenz

Ekin Deligöz besuchte den Fair Weltladen in Günzburg. Das ehrenamtlich geführte Geschäft in der Innenstadt lud zu einer Weinprobe mit Verköstigung ein. Thomas Wolf vom Organisationsteam begrüßte neben der Grünen Bundestagsabgeordneten die Kreisräte Harald Lenz und Maximilian Deisenhofer. Mit Cornelia Fritze vom Fair Handelshaus Bayern, zuständig für den Lebensmitteleinkauf, konnte Wolf eine sachkundige Referentin vorweisen. Sie führte durch das Sortiment der rund 20 Weine des Weltladens. Dazu gab es dunkle Schokolade, Kartoffelchips in verschiedenen Variationen und pikante Kekse.

In Ihrer Begrüßung berichtete Ekin Deligöz von einer erst kürzlich stattgefundenen Live-Schaltung des Unicef-Büros in Köln in ein Flüchtlingslager nach Bangladesch. Hier suchten eine Million Menschen Schutz und die Verhältnisse seien katastrophal. Die Menschen lebten bestenfalls in Holzhäusern die sich wie Terrassensiedlungen an den Hügeln aufbauten. „Wenn der alljährliche Monsun kommt wird der Boden erodieren“, so die Bundestagsabgeordnete. Das für die Hütten benötigte Holz wurde durch Rodung gewonnen und der entwurzelte Boden werde größeren Wassermassen nicht Stand halten. Zudem gehöre das südliche Bangladesch zu den empfindlichsten Orten, wenn der Meeresspiegel steigt. Die Hütten lägen nicht viel höher als die Flutkante. Menschen, die gut zu Fuß sind, machten sich auf, das Lager zu verlassen. Zurück blieben die Älteren, die Schwachen und Kranken. Die Flüchtlinge aus Myanmar seien traumatisiert und wollten nicht zurück, da sie zu viel Gewalt erlebt hätten. Um Fluchtursachen zu bekämpfen müssten für diese Menschen dringend Perspektiven geschaffen werden, um sich selbst vor Ort zu versorgen zu können. Dazu gehöre auch die Stärkung der humanitären Hilfe in der betroffenen Region.

Cornelia Fritze stellte die Weine des südafrikanischen Weinguts Stellar Organics vor. Fairgetradete Bioweine, schwefelfrei oder aus dem Holzfaß – das Sortiment des Weltladens hat einiges zu bieten. Stellar Organics bei Kapstadt erzeugt anspruchsvolle Weine aus Trauben von 12 Farmen. Statt Tagelöhnern arbeiten in diesem Betrieb festangestellte Arbeiter, die mit ihren Familien dort leben. Deren Gesundheitsversorgung wird durch den Arbeitgeber mitgetragen. Dieser beteiligt sich an einem Gesundheitsmobil, welches von Farm zu Farm fährt. Ein Teil der verdienten Mittel wird zur Verbesserung des sozialen Gefüges in den Dörfern und in den Townships eingesetzt. Nicht nur ein Merlot, ein Shiraz oder Chardonnay finden sich im Angebot des Weinguts wider. Auch ein Dessertwein, dessen Aroma durch Rooibos abgerundet wird, wurde von Cornelia Fritze vorgestellt. „Die Muskattrauben werden auf einer Lage Rooibos getrocknet und erst dann verarbeitet“ erklärt sie. Immer wieder hatten die Gäste die Möglichkeit auch von den kleinen Köstlichkeiten des Weltladens zu probieren. So passt zum Rotwein auch mal dunkle Schokolade. Beides schadete den Gesprächen nicht.

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