Günzburg

Günzburger Bürgerliste (GBL) und Grüne wagen zukunftsweisenden Schritt

 

Gemeinsamer Wahlvorschlag für Kommunalwahl 2020 mit Bündnis90/Die Grünen

Eine wichtige und richtungsweisende Entscheidung für die Stadtratswahl 2020 haben die Mitglieder der Günzburger Bürgerliste (GBL) und die Mitglieder des Kreisverbandes Günzburg von Bündnis90/Die Grünen bei einer gut besuchten Versammlung gefällt. Beide Gruppierungen haben beschlossen, mit einer gemeinsamen Liste bei der Kommunalwahl im kommenden Jahr anzutreten.  Helga Imminger, die Vorsitzende der GBL, und Kurt Schweizer, der Kreisvorsitzende von Bündnis90/Die Grünen, hoben die politischen Gemeinsamkeiten beider Gruppierungen hervor . Der Schwerpunkt der Arbeit im Stadtrat werde, wie bisher, auf den vielfältigen Umweltthemen liegen, „die eine immer größere Bedeutung haben“, wie Helga Imminger betonte.

Gerade im Umweltbereich habe die GBL in den zurückliegenden Jahren viel erreicht, erklärte Gründungsmitglied der ersten Stunde und Stadträtin Angelika Fischer. Sie nannte eine Reihe von Beispielen. Ohne GBL gäbe es kein Kanalkataster, unkontrollierte Schmutzfrachten wären damit weiter in die Donau geflossen. Auch der Grundsatzbeschluss für das Ende des Kiesabbaus hätte ohne GBL noch lange auf sich warten lassen. Es gäbe die Birkenallee an der Heidenheimer Straße nicht mehr, keine Bäume am Forum, aber im Günztal eine zumindest damals noch luftverschmutzende Firma. Nach Angaben von Angelika Fischer gab die GBL den Anstoß für die Fußgängerzone, für ein Kataster der Bäume im öffentlichen Raum, für 100 Prozent Ökostrom in städtischen Gebäuden, für faire Bedingungen als Ausschreibungskriterien bei Baumaßnahmen und die Faire Stadt Günzburg.   Dies seien nur einige der Erfolge der GBL.

„Grüne Politik wurde in Günzburg durch die GBL stets bestens vertreten“, lobte der Grünen-Landtagsabgeordnete Maximilian Deisenhofer. Nicht nur beim jüngsten Volksbegehren „Rettet die Bienen“. Dies sei mit ein Grund dafür gewesen, dass die Grünen bislang in Günzburg nicht mit einem eigenen Ortsverband vertreten waren. Schon immer habe eine gute Zusammenarbeit stattgefunden. Unter anderem trat Grünen-Mitglied Bernhard Lohr bei der letzten Kommunalwahl auf der Stadtratsliste der GBL an, umgekehrt war Angelika Fischer über die Liste der Grünen in den Kreistag eingezogen. Dies sei eine Erfolgsgeschichte, die nun eine konsequente Fortsetzung erfahren könne.

Bei den Mitgliedern beider Gruppierungen fanden diese Argumente einhellige Zustimmung. Die getrennt gefassten Beschlüsse über einen gemeinsamen Wahlvorschlag für die Stadtratswahl im März 2020 mit dem Namen „Günzburger Bürgerliste/Bündnis90/Die Grünen, Kurzname „GBL/Die Grünen“, wurden einstimmig gefasst.

„Wir sind froh über viele weitere an unserer Politik interessierte Günzburgerinnen und Günzburger. Das gibt der 30 Jahre alten GBL neuen Schwung. Die GBL bekennt Farbe und wird so hoffentlich gerade für die jüngeren Wählerinnen und Wähler interessant“, brachte Stadträtin Birgit Rembold das Ergebnis und den guten Besuch der Versammlung auf den Punkt. Kooperationen zwischen Parteien seien in Günzburg ja gerade beliebt. „Wir haben mit unserem Zusammenschluss sicher eine Win-Win- Situation gefunden, von der beide Beteiligten profitieren“, sind sich die Verantwortlichen von GBL und Grünen sicher.