Günzburg GBL/GRÜNE

Unsere Liste – Wahl 2020

Mehr: GBL – Günzburger Bürgerliste

Unser Programm

Unser Günzburg ist eine in vielfacher Hinsicht liebens- und lebenswerte Stadt. Vieles hat sich in den zurückliegenden Jahren zum Besseren verändert, nicht zuletzt auf Anregung der Günzburger Bürgerliste. Dennoch gibt es nach Überzeugung der GBL in zahlreichen Bereichen noch dringenden Nachholbedarf.

Nachhaltiges Günzburg

Ein großes Anliegen der GBL war und ist eine möglichst grüne Stadt. Viele Bäume, naturnahe öffentliche Flächen und private Gärten sind zum Schutz der Menschen, aber auch der bedrohten Vögel und Insekten ein Ziel unter vielen, um die ökologische Zukunft Günzburgs zu sichern.  Deshalb bemühen wir uns seit Jahren um eine Baumverordnung, wie sie andere Städte bereits besitzen. Wir fordern, bei Neu- und Nachpflanzungen heimische Arten zu berücksichtigen. Seit Langem weisen wir auf die Bedeutung naturnaher Pflanzungen hin – für den städtischen wie für den privaten Bereich.

Klimaschutz ist für uns nicht nur ein Thema der Bundes- und Europapolitik, er muss im Kleinen beginnen. Jeder sollte im Rahmen seiner Möglichkeiten einen Beitrag leisten. Die GBL möchte die Rahmenbedingungen in der Stadt verbessern, etwa durch die Förderung plastikfreier Alternativen in Gastronomie, Handel und Verwaltung, durch eine bessere Information über Alternativen sowie durch finanzielle Anreize. Das von uns initiierte Projekt „Faire Stadt“ soll durch die Förderung regionaler Produkte weiterentwickelt werden. Nötig sind dafür die aktive Bewerbung regionaler und fairer Waren, Produzenten sollen so gefördert und durch Netzwerke gestärkt werden. Die Verbraucher wollen wir ermutigen, vor allem heimische Produkte zu kaufen und so die Region zu stärken.

Nicht erst seit unserem Engagement für das Volksbegehren zum Erhalt der Artenvielfalt möchten wir die örtliche Landwirtschaft bei der Umsetzung der Ziele des Volksbegehrens unterstützen. Es ist deshalb dringend nötig, der biologischen und nachhaltigen Landwirtschaft mehr Raum zu geben und sie zu fördern.

Stadtgestaltung

Foto: Greta Schlaegel-Kaiser

Neben der Schaffung von neuem Wohnraum, der Nachverdichtung der innerstädtischen Bebauung (um die zunehmende Ausweisung neuer Bauflächen  an den Stadträndern zu vermeiden) sowie der notwendigen Modernisierung des Zentrums darf nach Überzeugung der GBL die Wahrung des historischen Baubestands, der das attraktive Gesicht Günzburgs prägt, nicht aus den Augen verloren werden. (siehe dazu auch unter Bildung, Kultur und Sport).

Wir unterstützen nicht nur barrierefreie Neubauten, sondern auch den zeitnahen Abbau anderer bestehender Hindernisse in der Stadt für Mitbürger mit einem Handicap. Bei der schnellen Umsetzung der Verbesserungen müssen die Anregungen Betroffener noch stärker eingebunden werden.

Der weitere Ausbau des Radwegenetzes in Günzburg ist der Günzburger Bürgerliste ebenfalls ein großes Anliegen. Fahrradparkplätze mit zeitgemäßen und stabilen Abstellmöglichkeiten müssen dringend geschaffen werden. Auch Ladestationen für E-Bikes sollten, im Idealfall mit Solarenergie betrieben, geschaffen werden.

Bildung, Kultur und Sport

Die Attraktivität unserer Stadt beruht auch auf einem interessanten kulturellen Angebot, vielfältigen sportlichen Veranstaltungen und einem attraktiven Bildungsangebot. Um dies weiterhin gewährleisten zu können, müssen die Rahmenbedingungen verbessert werden – etwa durch ein gemeinsames Nutzungskonzept von Forum am Hofgarten und Jahnhalle sowie durch die Unterstützung der heimischen Sportvereine mit optimalen Hallenangeboten, auch mit entsprechenden baulichen Maßnahmen. Die GBL engagiert sich seit vielen Jahren mit diversen Veranstaltungen für die Jahnhalle, um das Baudenkmal – neben dem Forum – als Ort für kleinere kulturelle und andere Veranstaltungen zu erhalten.

Wirtschaft

Dringend geboten ist der Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs – im Interesse von Wirtschaft und Arbeitnehmern, im Interesse von jungen und alten Menschen. Um den Umstieg auf den öffentlichen Verkehr zu erleichtern, müssen die Stadtteile regelmäßiger und damit besser an die Innenstadt angebunden werden. Ein sternförmiges Netz, das sich von den Stadtteilen und umliegenden Gemeinden am Zentrum und am Bahnhof orientiert, wäre ein Ansatz. Ein attraktiverer Nahverkehr wie auch der weitere Bau bezahlbarer Wohnungen ist ein Mittel, gesuchte Fachkräfte und Auszubildende in der Stadt zu halten oder sie für Günzburg zu gewinnen.

Gleichzeitig möchte die GBL die örtlichen Unternehmen dabei unterstützen, sich über nachhaltige und gewinnbringende Produktionsstrategien zu informieren. Im Sinne von „cradle to cradle“ könnte Kaufkraft durch eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft in Günzburg gehalten und an Günzburg gebunden werden. Umweltfreundliche Produktionsweisen sollten dabei ebenso gefördert werden  wie die Nutzung regenerativer Energie oder die Schonung kostbarer Ressourcen durch die Wiederverwendung eingesetzter Materialien.

Gemeinsame Nominierungsversammlung Günzburger Bürgerliste / Bündnis 90 / Die Grünen am 12.11.2019

Foto: Birgit Rembold

Mit diesen 30 Kandidatinnen und Kandidaten treten Günzburger Bürgerliste (GBL) und Bündnis 90/Die Grünen mit einer gemeinsamen Liste bei der Stadtratswahl Mitte März kommenden Jahres an:

Günzburg  Mit einem gemeinsamen Wahlvorschlag treten Günzburger Bürgerliste (GBL) und Bündnis 90/Die Grünen bei der Stadtratswahl im März an. Dieser Schritt sei konsequent, betonte die GBL-Vorsitzende Helga Imminger bei der Nominierungsversammlung im Wasserburger Sportheim. Seit ihrer Gründung vor 30 Jahren habe die GBL stets eine grüne Politik vertreten. Durch die Zusammenarbeit mit den Grünen könne dieses „Profil“ noch weiter geschärft werden. Gast der Versammlung war Kurt Schweizer, Kreissprecher der Grünen aus Offingen. SPD und CSU hätten Gerhard Jauernig als gemeinsamen OB-Kandidaten gekürt. Angesichts dieses Schulterschlusses sei im Stadtrat ein starkes grünes Gegengewicht notwendig.

Helga Imminger erinnerte an die Anfänge der GBL. Für ihre Forderungen nach einer ökologisch nachhaltigen Stadtpolitik sei die Günzburger Bürgerliste belächelt oder kritisiert worden. Wirklich ernstgenommen habe die GBL im Stadtrat zunächst niemand. Erst nach und nach seien – oft gegen Widerstände – eine Vielzahl von Anregungen der GBL umgesetzt worden.

Nun, vor der Wahl, entdeckten auch die übrigen Fraktionen im Stadtrat die Bedeutung von Klima-, Umwelt- und Naturschutz und machten sich die Forderungen der GBL zu eigen.  Die Vorsitzende: „In den kommenden sechs Jahren müssen die anderen Fraktionen zeigen, wie ernst sie es mit einer nachhaltigen Politik meinen“.

Durch die Zusammenarbeit mit den Grünen bekräftige die GBL ihren Willen, die Stadt im Interesse heutiger und künftiger Generationen noch nachhaltiger zu gestalten. Und das auf zahlreichen Politikfeldern: Klimaschutz und  Ausbau der erneuerbaren Energien, ein besseres Nahverkehrs- und Radwegenetz, Schonung der Ressourcen durch eine umweltfreundliche Kreislaufwirtschaft, eine Baumverordnung zum Schutz alter Bäume, Erhalt der Artenvielfalt durch eine Stärkung der biologischen Landwirtschaft und grundsätzlich mehr Grün in der Stadt. Nicht minder wichtig seien die Themen Barrierefreiheit, Wohnen, Sport, Kultur und Bildung sowie die Jugend- und Seniorenarbeit.

Angeführt wird die gemeinsame Liste von GBL und Grünen von den beiden GBL-Stadträtinnen Birgit Rembold und Angelika Fischer. Die Liste biete einen „Querschnitt der Gesellschaft“, erklärte Helga Imminger, eine Mischung aus bewährten GBL-Kräften, Grünen und zahlreichen jungen Leuten.  Die Liste setzt sich aus 19 Frauen und elf Männern zusammen. Das sei, so das Fazit der Vorsitzenden, „eine gute Mannschaft“, ein Team, in dem alle ihr Wissen und frische Ideen einbrächten. Kurt Schweizer, Kreissprecher der Grünen, erklärte in einem Grußwort, die Zusammenarbeit von GBL und Grünen sei nichts wirklich Neues. Auf der Liste der Grünen für die Kreistagswahl seien Mitglieder der GBL vertreten, Stadträtin Angelika Fischer gehört aktuell der Grünen-Fraktion im Kreistag an. Angesichts der Annäherung von SPD und CSU, ausgedrückt durch den gemeinsamen OB-Kandidaten Jauernig, sei es nötig, im Stadtrat ein Gegengewicht zu schaffen. Nur so werde es möglich sein, einer grünen Politik den notwendigen Stellenwert zu verschaffen. (zg)

1.Birgit Rembold (Oberstudienrätin/Günzburg/Stadträtin). 2. Dr. Angelika Fischer (Tierärztin /Günzburg/ Stadträtin). 3. Martin Endhardt (Architekt/Günzburg). 4. Jutta Reiter (Naturpädagogin/Günzburg). 5. Andreas Tögel (Informatiker/Günzburg). 6. Margret Endhardt (Restauratorin/Günzburg). 7. Helga Imminger (Seminarleiterin/ Günzburg). 8. Stephan Deak (Lehrer/Günzburg). 9. Birgit Fahr (Studienrätin/Günzburg). 10. Frieder Bandlow (Freiwilliges Soziales Jahr/Denzingen). 11. Barbara Dippel (Umweltpädagogin/Günzburg). 12. Greta Schlaegel-Kaiser (Diplom- Psychologin/Reisensburg) 13. Nicola Hirner (Diplom- Sportlehrerin/Denzingen). 14. Maren Pfetsch (Diplom Soziale Arbeit/Denzingen) 15. Harald Pintarelli (Berufsfachschullehrer/Nornheim) 16. Hannah Sperandio (Studentin/Günzburg). 17. Christine Keis (Mitarbeiterin im Sozialdienst/Günzburg). 18. Vera Dippel (Studentin/Günzburg). 19. Lothar Kempfle (Bio-Landwirt/Reisensburg). 20. Ute Abmayr (Theaterpädagogin/Günzburg). 21. Dieter Meier (Nachrichtentechniker/Denzingen) 22. Anja Weber (Günzburg). 23. Susann Eber (Lehrerin/ Günzburg). 24. Gunda Schrader (Oberstudienrätin i.R./Denzingen). 25. Hartmut Wintoch (Architekt/Günzburg). 26. Dr. Dr. Bernhard Lohr (Arzt/Reisensburg). 27. Sigrid Meier (Hausfrau/Denzingen). 28. Peter Sperandio (Diplom-Ingenieur Maschinenbau/Günzburg). 29. Roman Imminger (Bundesfreiwilligendienst/ Günzburg). 30. Angela Schaab (Rentnerin/ Günzburg).

Als Ersatzkandidaten wurden Christoph Welzhofer und Christine Lunzner gewählt. (zg)