Antrag der Fraktion Bündnis90/DieGrünen zum Ausbau/Förderung des ÖPNV

Prüfung eines Beitritts in bzw. Kooperation mit dem Verkehrsverbund DING (derzeit im Verbund die Stadt Ulm, Landkreis Alb-Donau-Kreis, Neu-Ulm und Biberach) und anderen angrenzenden Verkehrsverbünden

Beschlussvorschlag:

Der Kreistag beauftragt die Kreisverwaltung mit der Prüfung, ob ein Beitritt des Landkreises Günzburgs in den Verkehrsverbund DING möglich ist und zeigt dem Kreistag ggf. nötige Schritte auf, die zu einem Beitritt führen können. Zusätzlich prüft die Kreisverwaltung Kooperationen mit allen angrenzenden Verkehrsverbünden mit dem Ziel, die Tickets für den verbundübergreifenden ÖPNV zu verbilligen.

Begründung:

Bund, Länder und auch Kommunen haben entsprechende Maßnahmen einzuleiten um die Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen. Ein wesentlicher Punkt hierzu ist auch die Umgestaltung der Mobilität – vom Auto hin zu den öffentlichen Verkehrsmitteln. Hierzu ist nicht nur der Ausbau/Förderung des Nahverkehrs im Landkreis Günzburg notwendig, sondern auch den Nahverkehr mit den Nachbarkommunen zu vernetzen, bzw. in entsprechende größere Verbundgesellschaften einzutreten.

Auch der Freistaat strebt „eine bayernweite Flächendeckung mit leistungsfähigen Verkehrs- und Tarifverbünden“ an.
(https://www.stmb.bayern.de/med/pressemitteilungen/regional/2020/22S/index.php)
Kleinstverbünde mit hinderlichen Tarifsystemen sind nicht im Sinne der Staatsregierung. Auch wir wollen eine flächendeckende und leistungsfähige Verbundstruktur mit der entsprechenden Größe der Verbünde.

Wir wollen außerdem, dass die Verbünde über ihre Grenzen hinweg zusammenarbeiten. 10000 Pendler aus dem Landkreis Günzburg sind in das Verbundgebiet DING zur Arbeit, Schule, Studium, Freizeitgestaltung unterwegs, ebenso viele pendeln täglich in das Gebiet des AVV. Zur Entlastung des Straßenverkehrs und um den zunehmenden Individualverkehr in den Innenstädten zu reduzieren, ist der Nahverkehr entsprechend auszubauen. Ein attraktiver Nahverkehr wird angenommen, wenn für eine Strecke auch nur eine Karte benötigt wird und „ein“ Verbundfahrplan besteht, der dann auch entsprechend kostengünstig ist.

Landkreisgrenzen dürfen in Zukunft kein Hindernis mehr für den ÖPNV sein!

Eine solche bessere Anbindung an die Nachbarlandkreise würde auch den Tourismus im Landkreis Günzburg attraktiver machen und die touristische Arbeit des Regionalmarketing unterstützen. Zum einen für Tagestouristen aus den umliegenden Großstädten, zum anderen für Feriengäste im Landkreis Günzburg, die einen Tagesausflug nach Ulm oder Augsburg machen wollen.

Kurt Schweizer
Fraktionsvorsitzender

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