Gesamtkonzept Staatliche Berufsschule

Gesamtkonzept Staatliche Berufsschule
 
Sehr geehrter Herr Korz,
 
 
hiermit nehme Bezug auf die Diskussion um ein  Gesamtkonzept für die weitere Schulentwicklung am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum Günzburg.
 
 
In der letzten Sitzung des Schul- Kultur-  und Sportausschusses am 23.11.2010  sah der Landrat die größten Probleme,  für eine Verlagerung, in der Wehmut und aufkommenden Emotionen.. Aus meiner Sicht gibt es jedoch massivere Gründe, welche gegen eine solche Verlagerung sprechen. Sowohl der drohende Verlust einer ortsnahen Ausbildungsmöglichkeit für den gesamten Landkreis als auch haushaltspolitische Gründe sprechen dagegen.
 
 
Herr Kiesecker konnte die Frage von Herrn Oberschmid nach der zu erwartenden Anzahl der Auszubildenden am Standort Günzburg nicht befriedigend beantworten. Er hoffe,  dass die Zahlen gehalten werden können. Eine Garantie konnte er aus verständlichen Gründen nicht geben.
Fakt jedoch ist, dass an dem zentralen Ausbildungsstandort Krumbach 86 Anlagenmechaniker ausgebildet werden, welche auf 4 Kurse verteilt sind.. Laut Aussage der Innung für Sanitär-und Heizungstechnik Günzburg – Krumbach gibt es größte Bedenken ob diese Ausbildungskurse nach beschriebener Verlagerung im Landkreis Günzburg gehalten werden können. Aus Sicht der Innung  sollte nicht mit einem allzu großen Zustrom aus dem Landkreis Neu-Ulm gerechnet werden. Ein weiteres Problem wird im örtlichen Heranrücken an die Berufsschule in Donauwörth (Innung Nordschwaben) gesehen. +
Aus meiner Sicht stellt sich die Frage, was passieren würde, wenn diese Ausbildung im Landkreis Günzburg nicht mehr stattfände. Die Lehrlinge müssten an die Berufsschule in Augsburg verwiesen werden und der Landkreis müsste jährlich für Gastschulbeiträge aufkommen. Die Investitionen, welche die letzten Jahre in diesem Bereich getätigt wurden, wären weitestgehend hinfällig. Wird hier leichtmütig eine Reduzierung des Ausbildungsangebots in Kauf genommen?
Da eine Jahrgangsklasse eine Mindestanzahl von 16 Schülern vorweisen muß, wären Gastschulbeiträge für bis zu 60 Schülern denkbar. Mich würde interessieren welche Kosten hier auf den Landkreis jährlich zukommen  würden?
 
 
In der Vorinformation zum Schul- Kultur- und Sportausschuss vom 11.10.2010
 wird die Turnhalle am Schulstandort Krumbach als stark sanierungsbedürftig beschrieben. Sie könne nicht mit einem vetretbaren finanziellen Aufwand auf den heutigen Standard gebracht werden. Auf zu erwartende Sanierungskosten ( Betrag )  wird kein Bezug genommen. Als Lösungsansatz wird der Abriss der Sporthalle vorgeschlagen.
Nach Auskunft der Stadt Krumbach geht das Architekturbüro Kling ( Krumbach ) von Sanierungskosten bis zu 200.000 Euro aus. Für einen  Ersatzneubau sind in der Finanzplanung (Landkreis) jedoch schon 1,7 Millionen Euro eingestellt. Auch wenn hier mit Fördergeldern bis zu 600.000 Euro zu rechnen ist, bleibt die Frage, ob es nicht wirtschaftlichere Möglichkeiten gibt ( Haushaltsplanung ), als im Lösungsansatz der Vorinformation beschrieben.
 
 
Auch war zu erfahren, dass die Stadt Krumbach bereits eine Stellungnahme zu diesem Thema abgegeben habe. Bedauerlicherweise wurde der Ausschuss bis heute nicht über diese Stellungnahme informiert.
Schon am 9.November richtete Obermeister Bernhard Graf eine Einladung an das Landratsamt bzw. an den Ausschuss, die entsprechenden Räumlichkeiten der Berufsschule in Krumbach zu besuchen. Es wäre schön, wenn diese Einladung angenommen werden würde – auch im Sinne des Entscheidungprozesses.
 
 
Ich verbleibe mit freundlichen Grüssen,
 
Harald Lenz
Mitglied des Schul- Kultur und Sportausschusses
 
 
 
Ebershausen, 28.11.2010
 

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