Grüne verlegen Wahlkampf ins Netz: Verantwortung für Gesundheit ist wichtiger

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen bei der Ausbreitung des Corona-Virus in Bayern haben die Grünen im Landkreis Günzburg gestern in enger Rücksprache mit der Landes- und Bundesebene der Grünen beschlossen, den Wahlkampf ab sofort stark zu reduzieren. „Damit wollen wir unseren Beitrag dazu leisten, die Verbreitung des Virus zu verlangsamen und ältere und schwächere Menschen zu schützen“, sagt Kreissprecher Kurt Schweizer. Im Einzelnen betrifft die Absage folgende Wahlkampfmaßnahmen: Alle Veranstaltungen drinnen und draußen, darunter fallen auch Wahlpartys und der Haustürwahlkampf. Weiterhin möglich sind nach Einschätzung des Landesverbands Infostände, wo die Bürgerinnen und Bürger selbständig entscheiden, ob sie das Gespräch suchen oder nicht.

„Wir bedauern unsere Entscheidung sehr, sehen sie aber als absolut vernünftig und angemessen an. Viele Kandidierende fühlen sich verständlicherweise in ihrem Elan ausgebremst. Gleichzeitig wollen wir aber betonen, dass wir alle technischen Möglichkeiten ausschöpfen, um unsere Botschaften anzubringen und für die Fragen aus der Bevölkerung dazu zu sein“, so Kreissprecher Schweizer. Der Landratskandidat der Grünen, Max Deisenhofer, steht über die sozialen Medien weiter für Fragen zur Verfügung und betont, dass die aktuellen Warnungen den Gang zur Urne nicht beeinträchtigen sollten: „Ich bin mir sicher, dass alle hygienischen Vorsorgemaßnahmen getroffen werden, damit ein Besuch im Wahllokal gefahrlos stattfinden kann. Allen, die trotzdem davon absehen möchten, empfehle ich die Briefwahl.“ Anträge dafür müssen der jeweiligen Gemeinde bis spätestens zwei Tage vor der Kommunalwahl vorliegen – also bis Freitag um 15 Uhr.

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